
CDU fordert Ausbau von Floating-Photovoltaikanlagen: Niedersachsen verschenkt Energiepotenzial!
Niedersachsen braucht eine Energiewende, die wirtschaftlich tragfähig und technologisch offen ist – ohne wertvolle landwirtschaftliche Flächen zu opfern. Doch derzeit werden innovative Lösungen wie Floating-Photovoltaikanlagen (PV) ausgebremst. „Wir stehen vor einer gewaltigen Herausforderung: mehr erneuerbare Energien, aber ohne Flächenfraß! Floating-PV ist eine riesige Chance, die wir nicht länger ignorieren dürfen“, fordert die CDU-Landtagsabgeordnete Lena-Sophie Laue.
Das Ziel der Landesregierung ist ehrgeizig: Bis 2035 sollen mindestens 65 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert sein. Davon sollen 15 Gigawatt auf Freiflächen entstehen. „Doch anstatt nur über begrenzte Ackerflächen zu streiten, müssen wir Alternativen ermöglichen. Die Nutzung von Wasserflächen für Solarstrom darf nicht länger durch realitätsferne Regelungen behindert werden“, so Laue.
Derzeit sind die Hürden für Floating-PV viel zu hoch: Das Wasserhaushaltsgesetz erlaubt solche Anlagen nur auf künstlichen oder stark veränderten Gewässern. Dazu kommen unsinnige Begrenzungen wie maximal 15 % der Wasserfläche und ein 40-Meter-Mindestabstand zum Ufer. „Diese Vorschriften bremsen eine klimafreundliche, wirtschaftlich sinnvolle Technologie aus. Wir fordern eine Reform des Wasserhaushaltsgesetzes, damit Floating-PV endlich vorankommt“, sagt Laue.
Andere Bundesländer sind weiter: In Nordrhein-Westfalen versorgt eine Floating-PV-Anlage auf einem Kieswerk bereits tausende Haushalte mit Strom und spart 2.100 Tonnen CO₂ pro Jahr. Doch der Genehmigungsprozess dauerte vier Jahre! „Solche bürokratischen Hürden kann sich Niedersachsen nicht mehr leisten. Unternehmen und Kommunen brauchen schnelle Genehmigungen, nicht jahrelange Wartezeiten“, betont Laue.
Floating-PV-Anlagen bieten zudem ökologische Vorteile: Die Anlagen reduzieren die Verdunstung und Erwärmung von Gewässern und verhindern Bodenverdichtung. Gleichzeitig liefern sie bis zu 10 % mehr Ertrag als herkömmliche Solaranlagen. „Natürlich müssen Umweltaspekte genau geprüft werden, aber anstatt das als Ausrede für Verbote zu nutzen, sollten wir verstärkt in Forschung investieren“, fordert Laue.