Bund schafft neue Grundlage beim Wolf – Niedersachsen muss jetzt liefern

Januar 19, 2026

„Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zur Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz verändert die Ausgangslage beim Wolf grundlegend“, erklärt die CDU-Landtagsabgeordnete Lena-Sophie Laue. Damit zeichnet sich erstmals ein klarer rechtlicher Rahmen für den Umgang mit dem Wolf ab. Laue bewertet diesen Schritt als wichtigen Fortschritt in der bisherigen Wolfsdebatte.

Gerade in ihrem Wahlkreis sei das Thema seit Jahren hochaktuell. „Ich spreche regelmäßig mit Weidetierhaltern, die enorme Anstrengungen unternehmen, um ihre Tiere zu schützen – und trotzdem mit Unsicherheit, langen Verfahren und fehlender Verlässlichkeit konfrontiert sind“, so Laue. Für viele Weidetierhalter sei der Wolf kein abstraktes Naturschutzthema, sondern tägliche Realität mit ganz konkreten Folgen.

„Der vorliegende Entwurf markiert einen Wendepunkt. Er schafft mehr Rechtsklarheit und eröffnet neue Handlungsspielräume“, so Laue. Damit setze der Bund ein deutliches Signal, bestehende rechtliche Unsicherheiten aufzulösen und praktikable Lösungen zu ermöglichen.

Für Laue ist damit auch klar, dass sich die Verantwortung mit einer späteren Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag stärker auf die Landesebene verlagert. „Mit diesem Gesetzentwurf liegen veränderte Rahmenbedingungen auf dem Tisch. Die Landesregierung in Niedersachsen muss sich jetzt darauf vorbereiten, diese Spielräume zu nutzen“, betont sie. Dazu gehöre, die notwendigen landesrechtlichen Voraussetzungen rechtzeitig zu prüfen und vorzubereiten, damit das Land handlungsfähig ist. „Die Menschen im ländlichen Raum erwarten zu Recht, dass politische Entscheidungen nicht in Zuständigkeiten hängen bleiben, sondern vor Ort Wirkung entfalten”, so Laue.

Entscheidend sei nun, den weiteren Gesetzgebungsprozess konstruktiv zu begleiten und parallel die Handlungsfähigkeit des Landes sicherzustellen. „Wenn der rechtliche Rahmen geschaffen wird, muss Niedersachsen bereit sein“, so Laue.

Abschließend erklärt sie: „Ein sachliches, praxistaugliches und rechtssicheres Wolfsmanagement braucht klare Regeln. Der vorliegende Gesetzentwurf weist dafür den richtigen Weg.“