Hitzeschutz in Krankenhäusern darf nicht dem Zufall überlassen werden

Oktober 14, 2026

Antwort der Landesregierung auf CDU-Anfrage zeigt Lücken bei Vorsorge und Ausstattung

Die zunehmenden Hitzewellen stellen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen vor wachsende Herausforderungen. Eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Lena-Sophie Laue zeigt: Bei der Vorbereitung auf extreme Hitze gibt es weiterhin Lücken.

„Die Landesregierung weiß selbst nicht, wie viele Krankenhäuser über klimatisierte Patientenzimmer oder ausreichende Kühlmöglichkeiten verfügen. Auch zum konkreten Investitionsbedarf für Hitzeschutz liegen keine belastbaren Zahlen vor. Das ist angesichts zunehmender Hitzebelastungen nicht ausreichend“, kritisiert Laue.

Besonders deutlich wird der Handlungsbedarf bei den Krankenhäusern: Eine gesetzliche Verpflichtung für Hitzeschutzpläne besteht derzeit nicht. Gleichzeitig schätzt das Robert Koch-Institut für Niedersachsen allein für 2026 rund 420 hitzebedingte Todesfälle.

„Hitze ist eine Gesundheitsgefahr. Besonders ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen sind gefährdet. Gerade dort, wo Menschen medizinisch und pflegerisch versorgt werden, muss der Schutz vor extremer Hitze funktionieren“, so Laue.

Die CDU-Landtagsfraktion hat deshalb einen Gesetzentwurf eingebracht, der unter anderem einen landesweiten Hitzeschutzplan bis Ende 2027 vorsieht. Dieser soll konkrete Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Menschen sowie zur Vorbereitung staatlicher Einrichtungen und wichtiger Infrastrukturen enthalten.

„Wir brauchen beim Hitzeschutz mehr als allgemeine Empfehlungen. Das Land muss Verantwortung übernehmen, klare Standards setzen und Kommunen und Einrichtungen bei der Umsetzung unterstützen. Klimaschutz und Klimaanpassung gehören dabei zusammen“, fordert Laue abschließend.